Donnerstag, 2. September 2010

Dienstag, 31. August 2010 [Mladá Boleslav]

Das Wetter meinte es nicht zu gut mit uns heute. Es regnete in Strömen. Und es war kühl. Wir hatten noch ein halbes Brot aus Deutschland und holten dazu bei Billa nebenan Wurst und Käse zum Frühstück. Nach dem Frühstück beschlossen wir, dem schlechten Wetter Rechnung tragend in der Stadt shoppen zu gehen. Miri brauchte Schuhe für Jeannines Hochzeit und eine Uhr. Und ich bin beim shoppen gerne dabei, sofern in genügender Kadenz Kaffee-Pausen eingelegt werden können.
Wir stellten dabei fest: Lieberec ist für Frauen das wahre PARADIES!!! Ich habe noch nie so viele Schmuckläden auf einem Haufen gesehen. Und die Auswahl ist riesig!! Dazu viele Einkaufszentren und duzende Läden mit Kleidern.
Ich mache es kurz: Miri fand Schuhe, jedoch keine Uhr. Doch beim shoppen sind 50% Erfolg bereits bahnbrechend, oder nicht?
Wir nahmen dann den Zug um 16:02 nach Mladá Boleslav. Das waren etwa 60km Bahnfahrt durch schönes Tschechisches Hinterland. In Mladá Boleslav angekommen merkten wir, dass der Bahnhof hier ziemlich ausserhalb der Stadt in einem Industriegebiet lag. Miri erkundigte sich, wie wir in die Stadt reinkommen können, während ich vor dem Bahnhof eine Tafel mit Busfahrplänen entdeckte. „Ihr“ Zug wäre um 17:44 gefahren, „mein“ Bus jedoch schon um 17:30. Nach kurzer Diskussion trafen wir den folgenschweren Entscheid, den Bus zu nehmen- mit fatalen Folgen: leider wird in der Stadt zur Zeit grossflächig gebaut. Deshalb werden einige Stationen gar nicht angefahren. Das brachte mich irgendwie durcheinander und irgendwann waren wir dann wieder ausserhalb der Stadt aber in der anderen Richtung. Nach etwa 25 Minuten Fahrt stiegen wir irgendwann aus und wechselten die Strassenseite um in der Gegenrichtung wieder in den Bus zu steigen. Leider war der Busfahrer derselbe und – da wir uns bei der Hinfahrt beim Bezahlen am Münzautomaten „etwas dumm angestellt hatten“ - winkte uns ohne bezahlen durch. Miri fand es peinlich; ich nicht so sehr. Wir fuhren dann zurück und stiegen an der Station die uns am besten erschien aus, packten Laptop und GPS-Empfänger aus und machten uns auf die Suche nach einem Hotel. Dieses fanden wir dann nach etwa 1km Fussmarsch und waren froh, die Odyssee beendet zu haben.
Anschliessend gingen wir Essen- „Tatarski Biftek“ - Tartar nach Tschechischer Art. Wunderbar!! Mit viel Knoblauch!! Dazu ein feines Bier – nur der Mundgeruch nachher ist SCHRECKLICH (Bier-Knoblauch-Gemisch). Aber wenn beide dasselbe essen, ist das nicht so schlimm...
Nach dem Essen mussten wir noch eine „Večerka“ (sprich Vetscherka) suchen- das ist ein Laden, der bis spät in die Nacht geöffnet ist. Wir hatten nämlich kein Wasser mehr und der sich anbahnende, vom Knoblauch unbändig gewordene Durst braucht viiiiiel Wasser um gelöscht zu werden... Na dann Prost!!

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