Dienstag, 31. August 2010

Montag, 30. August 2010 [Liberec]

Wir erwachten etwa um 08:00 im muffligen Zimmer. Zügig standen wir auf, packten zusammen und räumten das Zimmer. Als wir in den engen Gang herunter kamen, war der Schalter nun besetzt- ein Mann und eine Frau sassen hinter dem Glas. Wir gaben den Schlüssel ab und verschwanden wortlos auf die Strasse.
Zuerst gingen wir zum Bahnhof und deponierten unsere Rucksäcke. Es war ein schöner Morgen, die Sonne schien und es war sogar ein bisschen warm. Anschliessend wollten wir ins Tourismus Informations Büro doch das war leider am Montag geschlossen. Wir versuchten es dann auf eigene Faust und informierten uns an einer modernen Infotafel mit Lautsprecher und interaktiver Karte (rechts hat es eine Tastatur, wo man die Nummern von Sehenswürdigkeiten oder anderen POIs aus einer Liste eingeben kann- dann kommt aus dem Lautsprecher eine Litanei über die gewünschte Sehenswürdigkeit und auf der Karte blinken LEDs mit dem eigenen Standort und dem Standort der Sehenswürdigkeit). Die Altstadt liegt auf der anderen Seite der Elbe, also überquerten wir den Fluss über die lange, neu gebaute Autobrücke und hielten uns anschliessend rechts und kamen in die Altstadt. Dort „frühstückten“ wir, kauften in einer Bäckerei diverse Backwaren und setzten uns damit auf eine Bank. Anschliessend erklommen wir das Schloss, besichtigten es von aussen und tranken dort Kaffee. In der Zwischenzeit kippte das Wetter leider und es begann zu regnen. Wir beschlossen dann zum Bahnhof zurückzukehren und mit dem Zug nach Liberec (sprich: Liberetz) zu fahren. Das taten wir dann auch und um 15:45 verliessen wir Děčin (sprich: Djetschin). Um etwa 17:40 erreichten wir in einer 90km langen, 1h 55min dauernden Zugfahrt quer durch einsamste Gebiete, Liberec.
Dort suchten wir zuerst eine Logis und fanden nach einigem Suchen eine Ubytovna (Unterkunft). Dort bekamen wir für CZK 300 (das sind etwa CHF 17) ein Zimmer ohne Dusche/WC, was uns jedoch nicht störte. Das Zimmer war okay, alt aber gepflegt. Das Gebäude war gerade dabei, renoviert zu werden. Dementsprechend war etwas „Baustelle“ überall, es roch nach Farbe, was wir jedoch nach der Erfahrung tags zuvor gerne in Kauf nahmen. Am Abend schauten wir uns kurz im Zentrum von Liberec um und gingen dann fein Tschechisch essen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen