Montag, 20. September 2010

Samstag, 18. September 2010 [Řeka]

Wir wussten lange nicht, was mir machen sollten. Der Grund: Daniela, Miris Freundin die jetzt in Deutschland wohnt, sollte kommen aber wir wussten nicht wann. Sie war in Polen bei ihren Verwandten und auf der Durchreise sollte sie eine Nacht bei Miris Eltern schlafen. Gegen Mittag zeichnete sich dann ab, dass sie wohl gegen Abend auftauchen würde. Also fuhr ich mit Miris Bruder Jonatan nach Ostrava an den Fussballmatch Baník Ostrava gegen Hradec Kralove und Miri blieb zu Hause. Wir nahmen den Zug um 14:53, waren um kurz nach 16 Uhr in Ostrava, mussten aber noch in ein Einkaufszentrum weil ich bei Vodafone das UMTS-Modem zurückgeben musste. Anschliessend fuhren wir ins Stadion „Bazaly“. Wir kauften ein Ticket für die Gegentribüne und gingen ins Stadion. Ich hatte die Taschen voll mit Taschentüchern, Natel, Fotoapparat und anderem Zeug und erwartete eigentlich, dass ich alles fein säuberlich aus den Taschen nehmen und zeigen müsste. Aber Fehlanzeige. Sie tasteten mich ganz fein ab, wohl um zu sehen, ob ich einen Baseball-Schläger oder einen Säbel dabeihabe und liessen mich dann gehen. Jonatan kontrollierten sie gar nicht. Ich war erstaunt. Es war etwa 17:25 – wir hatten also noch etwas mehr als eine halbe Stunde bis zum Anpfiff. Wir probierten (obligatorisch beim „Ground-Hopping“!!!) die Stadionwürste- hier „Párky“ genannt. Sehr lecker, wir würden „Wienerli“ sagen, nur etwa doppelt so lang. Dazu ein Rohlick (längliches Weissbrot) und viel Senf. Wir assen unsere Párky und suchten eine Viertelstunde vor Spielbeginn unsere Plätze auf. Das Stadion Bazaly muss man sich etwa so vorstellen, wie das Münchner Olympiastadion, halt nur etwa einen Viertel so gross: Die Gegentribüne ist an den Hang gebaut, somit hat es oben eine Fläche wo es Eingänge gibt und wo man auch gemütlich stehen kann. Kaum begann das Spiel, merkten wir auch, dass wir mitten in den Fans sassen. Laute Fangesänge hinter uns, nicht immer jugendfrei dafür mit Leib und Seele. Einer war so betrunken, dass er während dem Spiel an der Schulter seines Kollegen schlief, kurz aufwachte als es laut wurde, nur um sich gleich wieder zu setzen und weiterzuschlafen. In der zweiten Halbzeit wurde es dann langsam dunkel mit schönem Abendrot über dem Stadion. Baník Ostrava gewann das Spiel 1:0, alle waren glücklich und zogen singend aus dem Stadion. Wir gingen zu Fuss zum Bushof, was etwa 30 Minuten dauerte. Um kurz nach 22 Uhr waren wir wieder zurück und Daniela sass bei Miris Eltern am Küchentisch. Wir quatschten noch bis Mitternacht weiter- mit Daniela gibt es immer viel zu berichten....

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