Samstag, 11. September 2010
Samstag, 11. September 2010 [Třeboň]
Als wir um kurz nach 08 Uhr erwachten, schien bereits die Sonne und der Himmel war ausnahmsweise wolkenlos. Es sollte der erste richtig schöne Tag unserer Reise werden. In kurzen Hosen und T-Shirt. Wir standen auf, duschten uns im Dusch-Container und gingen nochmals in die Stadt. Miri wollte eine Ausstellung von einem sehr bekannten Tschechischen Fotografen (Jan Saudek) sehen, über den es eine Ausstellung im Städchen gab. Aber zuerst frühstückten wir in einem kleinen Kaffee. Nach der Ausstellung kehrten wir auf den Zeltplatz zurück, bauten alles ab, verabschiedeten uns von Kanadier Andy und trugen unsere Rucksäcke zurück zum Bahnhof. Es war ziemlich warm (deutlich über 20°C) und der Weg den Berg hinauf war zum Ende hin doch recht beschwerlich. Beim Bahnhof angekommen, kauften wir ein Ticket und erfuhren, dass der Zug erst in gut zwei Stunden fuhr. Wir suchten uns also einen Platz um Zmittag zu essen und fanden diesen nicht im Restaurant neben dem Bahnhof (Quote: „Wir kochen nur bis 14 Uhr und haben nichts mehr zu Essen“; es war 14:20) sondern in einer Pizzeria ebenfalls neben dem Bahnhof. Die Pizza war fein, nur mussten wir ewig lange warten weil die „Besatzung“ zwei Personen, eine Frau und ein Mann sowohl Pizza backen als auch bedienen, Pizza ausliefern und doch ab und an draussen rauchen müssen. Somit dauerte ein Getränk und eine Pizza bestellen, trinken, essen, bezahlen etwa 1h 30 Minuten- und wir waren schnell. Der Pizza folgte eine zweistündige Zugfahrt nach Třeboň (sprich: Trschebonj). Dort gibt es zwei Bahnhöfe- leider stiegen wir am falschen aus und mussten somit etwa 2.5km quer durch die Stadt gehen. Mit dem ganzen Gepäck, nota bene!! Dazu kamen Schwärme (ja, Schwärme!!!) von Mücken, die uns auffressen wollten. Es war so schlimm wie damals in Tyumen im Frühjahr 2007. Wir holten langärmlige Sachen aus unseren Rucksäcken, weil wir sonst wie Cornichons auf dem Campingplatz angekommen wären. Ein absolutes Highlight war aber im Zentrum von Třeboň ein Verkehrsgarten. Ja, einer wie in Schaffhausen auf der Breite. Mit Wiesen in der Mitte, einem Lichtsignal, sogar mit Fussgänger-Signal und – Schaffhausen übertreffend – einem Bahnübergang der nur leider nicht funktionierte. Also absolut realistisch dem Vorbild nachempfunden. Wenn wir mal Kinder haben................... Wir fanden den Campingplatz dann noch – schön an einem See gelegen. Wir stellten unser Zelt auf- so schnell wie noch nie. Immer wenn man sich bückte, setzten sich etwa fünf Mücken gleichzeit auf das Gesicht oder die Hände und wollten zustechen, während etwa zehn weitere noch dabei waren, sich einen Platz zu suchen und wild vor einem rumflogen. Am Ende retteten wir uns in das schnell aufgebaute Zelt und schnauften erst einmal tief durch.
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