Montag, 13. September 2010

Sonntag, 12. September 2010 [Telč]

Wir durften unser Zelt bis am Nachmittag stehen lassen. Somit mussten wir uns nicht um die Aufbewahrung unseres Gepäcks kümmern. Zuerst wollten wir in der Stadt frühstücken und tappten schön in die „Touristen-Falle“: eine Weinbar bot auf der Tafel auf der Strasse auch Frühstück feil (namentlich süsse Omeletten mit Beeren und Quark). Ich war da natürlich sofort Feuer und Flamme und als Miri für sich auch etwas fand (diverse Sandwiches) waren wir vollends auf den Leim gekrochen. Drinnen war es sehr geschmackvoll eingerichtet, Weinflaschen an der Wand (ich erinnere: es war eine Weinbar!!), Sichtbackstein, schönes Interieur. Was wir bekamen war jedoch weniger geschmackvoll: Miris „Caprese-Sandwich“ hatte Käse drin, so eckligen Käse habe ich noch nie gehabt. Es schmeckte wie eine versalzene Fett-Masse – sicher nicht, wie versprochen auf der Menükarte – Mozarella; meine Omelette war aufgewärmt und fettig. Dazu war es sehr teuer. Wir verliessen die Lokalität dann murrend, in Zukunft wieder „on the go“ (also in der Bäckerei) unser Frühstück zu besorgen. Wir schauten uns dann die Stadt und vor allem das Schloss und den Schlossgarten an – wunderschön!! Wir buchten sogar eine Führung, auf der wir die einzelnen Räume besichtigen konnten, die so eingereichtet waren, wie die Besitzer, die Fürstenfamilie Schwarzenberg vor etwa 150 Jahren dort lebte. Nach der Führung assen wir in der Brauerei der Stadt und erlebten das Gegenteil vom Frühstück: es war super fein und günstig. Mit vollen Bäuchen kehrten wir auf den Zeltplatz zurück, bauten unser Zelt ab, packten zusammen und gingen zurück in die Stadt, genauer gesagt zum Bushof. Dort nahmen wir den Bus nach Telč, unserem nächsten Etappenziel. „Warum den Bus?“, mögt Ihr Euch fragen? Nun, in Tschechien verlaufen die Haupt-Bahnlinien ähnlich wie in Frankreich sternförmig auf die grossen Städte Prag und Brünn zu. Möchte man nun „auf dem Stern“ von einem Strahl zum anderen reisen, reist man zuerst Richtung Mitte bis zum Punkt, wo zwei Strahlen sich treffen und dann wieder nach aussen. In unserem Fall wären das etwa vier Stunden gewesen für (Luftlinie) etwa 50km Reise. Der Bus folgt eher den Fernverkehrsstrassen und eine solche verbindet Třeboň mit Telč. Somit dauerte die Reise nur etwa eineinhalb Stunden. In Telč suchten wir, wie vorgängig im Lonely Planet recherchiert, die Pension Petra auf, die nicht weit vom Bushof entfernt war. Wir klingelten und eine sympathische junge Frau öffnete uns die Tür und zeigte uns freundlich unser Zimmer. Es war etwa 19:30 und, weil es bewölkt war, schon am Dämmern. Wir beschlossen, nicht mehr rauszugehen, ich arbeitete am PC und Miri genoss das Tschechische TV-Programm und schaute sich die Tschechisch-Slowakische Ausgabe von „Talent“ an.

Tak jo
Ráno jsme nechali stan stanem (majitel nám sdělil, že v září už mu to je jedno)a jen s těmi nejcennějšími věcmi jsme se vydali do Třeboňe hledat něco k snídani. Nakonec jsme skončili v nějakém lokálu, kde nám toho hodně naslibovali, a přitom jsme blivajs dostali. K tomu ještě za nekřesťanské peníze. Poté jsme nakoupili pár pohlednic, a celé odpoledne jsme strávili na Třeboňském zámku (absolvovali jsme zajímavou prohlídku) a v zámeckém parku. Pak už jsme tak akorát stihli poobědvat, a poté hurá do kempu, sbalit se, složit stan a přes půl města jsme se vydali k autobusovému stanovišti. Autobus jel (i když byla neděle), jízdenky jsme koupili a do Telče jsme po nějaké té hoďce a půl přijeli. Tam jsme se paradoxně u paničky Ivany ubytovali v jejím Penzionu Petra (tip: Lonely Planet). A ještě předtím jsme u Ting Tionga ve večerce jídlo a pití nakoupili. No a protože jsme byli fakt vyždímani tím tahání naších batohů, prolenošili jsme zbytek večera na pokoji.

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