Donnerstag, 9. September 2010

Mittwoch, 08. September 2010 [České Budějovice]

Heute war wieder einmal Reisetag. Also Reisetag bedeutet ja lediglich, am Morgen den Rucksack zu packen, zum Bahnhof zu bringen und dort für ein Paar Stunden zu deponieren. Erleben tut man ja an so einem Tag nicht weniger. Ja und man schläft am Abend natürlich dann an einem anderen Ort als man am Morgen aufgewacht ist, logo! Heute war Reise nach České Budějovice (sprich: Tscheskee Budjejovize) angesagt. Aber vorher wollten wir uns nochmals Plzeň anschauen. Wir frühstückten kleine Zöpfe aus einer Bäckerei beim Bahnhof und einen Kaffee von einem Kaffeestand am Bahnhof – Caffe Latte XXL – reichte gut für uns. Das Wetter war nicht mehr so toll: es war bewölkt aber erstaunlicherweise nicht kalt. Wir schlenderten durch die Stadt und schauten auch ins eine oder andere Geschäft ehe wir dann zur Synagoge kamen. Diese ist ja die drittgrösste der Welt und wir hatten irgendwie die Absicht sie von innen anzuschauen. Als wir dann aber an der Tür mit der Forderung von 2x 55 Kronen konfrontiert wurden, sank dieses Interesse plötzlich ins Bodenlose und wir legten den Rückwärtsgang ein und gingen stattdessen weiter in ein Einkaufszentrum auf die Toilette. Der Nachmittag neigte sich dem Ende zu und um 16:03 sassen wir im Zug nach České Budějovice. Nach zwei Stunden Zugfahrt kamen wir dort an und fuhren direkt weiter mit dem Bus auf den Campingplatz. Als wir dort ankamen fanden wir zuerst einen Campingplatz, der aber irgendwie öde aussah. Miri meinte, es gebe noch einen anderen, der gleich daneben liege. Wir suchten diesen auf, wollten uns an der Reception, die sich in einem Container neben dem Eingangstor befand, anmelden, fanden diesen Container aber voll mit Leuten und warteten deshalb auf einer Bank davor. Miri drehte eine Runde durch den Platz, kam zurück und schien nicht sonderlich begeistert. Ich drehte ebenfalls eine Runde und fand einen kleinen Platz, am Rand gesäumt mit kleinen Bungalows, die sehr heruntergekommen aussahen. Im Camp waren einige Zigeuner-Frauen mit Kindern und es schien uns, als ob diese dort wohnen würden. Ich war ebenfalls nicht wirklich angetan, vor allem der Tatsache wegen, dass es kaum einen Platz gab, wo wir das Zelt hätten aufstellen können. Ausserdem kam nach wie vor niemand aus dem Container heraus und so bliesen wir zur „Flucht nach Vorne“ und gingen zurück zum ersten Campingplatz. Wir checkten ein und man sagte uns, wir könnten uns irgendwo auf der Wiese einen Platz aussuchen. Es nieselte und die Wiese war ganz nass. Wir diskutierten lange, wo wir das Zelt aufstellen sollten – und schliesslich stellten wir es neben zwei Campern, einem Holländischen und einem aus San Marino auf. Als wir fertig waren fragten wir an der Rezeption nach einem Restaurant und die Frau nannte uns in der Nähe ein Motorest, wo man gut essen könne. Wir wollten gehen, fanden aber das Tor am Eingang des Campingplatzes verschlossen. Nachdem wir bei der Rezeption noch einmal klingelten, öffnete sich das Tor etwa zwei Meter, wir sprangen raus und das Tor schloss sich wieder hinter uns. Auf dem Weg zum Motorest sahen wir weitere Häuser mit Toren, wie in Italien. Wir wunderten uns etwas darüber, schenkten dem aber keine weitere Beachtung. Wir assen eine Kleinigkeit und kehrten ins Zelt zurück.

To samé hezky česky

Ráno jsme sbalili své saky paky a hurá do uschovny na vlakové nádraží. Jizdenky MHD jsme si koupili SMSou - to je vymoženost. Poté jsme se vydáli do centra Plzně na nákupní a vyzvědní obchůzku. Při našem bloumání městem jsme trefili na třetí největší synagogu světa, ale protože židé jsou židé, chtěli za vstupne 55 Kč/osoba. Tak jsme se raději vydali k obchodnímu středisku s naději, že tam bude toaleta. V 16:00 jsme odjeli vlakem do Českých Budějovic. Z dvou sousedících kempů jsme si vybrali ten, v kterém trvale nebydleli Romové, a zde, na mokré trávě, jsme postavili stan. Večer jsme se v motorestu posilnili česnekáčkou a pak hup do spacáku. Dobrou...

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